Deutsches Pressemuseum Hamburg

2013 – auf zu neuen Ufern!

 

Der neue Vorstand des Vereins Deutsches Pressemuseum Hamburg startete mit einer klaren Ansage:

Schluss mit den seit Jahren nicht zu realisierenden Plänen von einem großen Haus als Museumsstandort hier in Hamburg.

Ein Blick auf die aktuelle Lage in der Verlagslandschaft zeigt deutlich, dass die dafür benötigten Millionen in der heutigen Krisenzeit nicht einzuwerben sind.

 

Also hieß es umzudenken. Der Vorstand hat sich zur Wahl gestellt mit dem Versprechen, alles zu unternehmen, damit es im Laufe des Jahres 2013 zumindest ein virtuelles Museum gibt. Nein, eigentlich kein Museum, sondern ein zeitgemäßes Haus der Pressefreiheit als lebendiges Internet-Portal, in welchem zunächst der Wiederaufbau einer freien Presse nach 1945 dargestellt wird: Mit einer Chronologie durch all diese Jahre; mit einer Hall of Fame für herausragende Persönlichkeiten; mit der Würdigung von bisherigen Preisträgern, aber auch mit kritischer Darstellung von Presseaffären oder Borderline-Journalismus; mit Hinweisen auf Ausbildungsstätten für den zukünftigen Nachwuchs und natürlich mit Nennung unserer Sponsoren und vielem mehr.

 

Ein Internet-Portal lebt von den angebotenen Inhalten. Hier hat sich eine engagierte Redaktion zusammengefunden, die das Thema Pressefreiheit erarbeitet: Was bedeutet Pressefreiheit für das Funktionieren einer Demokratie und wo wurden dennoch Versuche unternommen, sie einzuschränken oder gar auszuhebeln. Stichworte wie Spiegel-Affäre oder Verbotsandrohungen gegen Pardon und Stern, Durchsuchungen bei Journalisten etc. werden als Beispiele aufgeführt und dokumentiert. Wir wollen ja nicht nur Insider ansprechen, sondern möglichst viele Zielgruppen.

 

Darum der Appell an alle: Bitte bleiben Sie uns gewogen, helfen Sie mit, wo immer Sie können, auch als Zeitzeugen oder mit Unterlagen und Materialien, die Sie nicht abtreten müssen, sondern uns zwecks Digitalisierung nur kurzzeitig überlassen.

 

Als ein schönes Beispiel haben wir neulich in einem Antiquariat ein Flugblatt erworben, mit dem – das muss wohl 1848 gewesen sein – die Bürger Hamburgs aufgerufen wurden, sich für Preßfreiheit einzusetzen. Vielleicht motiviert das, sich auch weiterhin für die Erhaltung der Presse- und Meinungsfreiheit einzusetzen, zusammen mit uns in einem virtuellen Haus der Pressefreiheit.